Hallo Freunde der schönen Musik von Maddin!

Hier habe ich wieder über ein paar interessante Dinge zu lästern.
Meine beiden Töchter verfolgten vor ein paar Monaten die Gründung der Retorten-Girliegroup “No Angels”, in der Glotze.
Ich muß sagen, ich fand es auch ausserordentlich interessant, mit zu verfolgen, wie durch die verschiedenen Castings, eine Auslese unter den Bewerberinnen getroffen wurde, bis am Schluss die Formation “No Angels” präsentiert werden konnte.
Dann kam Sonntagsnachmittags die Bravosuperschau, in der “No Angels” erstmals ihre angezüchteten Qualitäten unter Beweis stellen konnten. Ich muß gestehen, mit “Daylight”, hat man den Mädels ein recht flockiges Liedchen auf den Leib geschneidert. Guter Refrain, mit hohem Wiedererkennungswert! Ein echter Chartstürmer!
Aber im Vergleich zu den amerikanischen Danceacts, wirkte die Choreographie von “No Angels”, eher wie Bewegungsgymnastik im Seniorenheim “Abendfrieden” und konnte an Lahmheit nur von einem Interpreten überboten werden, dem Schweizer Tanzwunder “DJ Bobo”! Ich las beim Friseur, in irgendeiner Affengazette einmal die Überschrift eines Artikels: DJ Bobo, die Schweizer Antwort auf Michael Flathley! Die Schweizer Antwort auf Michael Flathley, Donnerwetter, daß muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Ich habe von der Tanzerei nun wirklich keine Ahnung, aber ich bin sicher, würde ich Michael Flathley in Gummistiefel der Größe 65 stecken, diese mit Beton ausgießen und ihn zusätzlich mit einer Rückenmarkspritze hüftabwärts narkotisieren, so würde es für ihn immer noch eine leichte Übung sein, Herrn Bobo in Grund und Boden zu tanzen. Nichts gegen DJ Bobo, meine Töchter sagen immer, in der Bravo stünde, er wäre ein sehr netter Kerl. Aber gerade als netter Kerl, müsste er doch soviel Anstand besitzen, uns mit diesem schrecklichen Gehoppse zu verschonen. Um seine tänzerischen Schwächen etwas zu kaschieren, setzt Bobo voll auf Pyrotechnik! Schon beim Intro seines ersten Songs, gibt es mehr Explosionen, als in der Kesselschlacht von Stalingrad. Tja, da haben die 18 Sprengmeister hinter der Bühne alle Hände voll zu tun und es ist ja bestimmt nicht einfach bei so vielen Detonationen, den Bobo nicht von der Platte zu putzen.
Seit einiger Zeit schwappt eine ganz spezielle Musikrichtung aus den Gettosümpfen der amerikanischen Großstädte in unsere Jugendzimmer: Gangster-Rap!!
Unser Familien-PC, steht im Zimmer meiner jüngsten Tochter. Als ich gerade etwas abtippte, wurde ich zum ersten Mal mit Gangster- Rap konfrontiert. Auf meine Frage, ob mit ihrem CD-Player etwas nicht in Ordnung sei, meinte meine Tochter, das wäre ok so, die Geräusche wären die Musik! Schon beim Blick auf das Cover einer Gangster-Rapper-CD, wird es dem Betrachter bang ums Herz. Mit einem Blick, der signalisieren will:” Ich mache auch vor Vatermord nicht halt”, stiert der meist farbige Gangster-Rapper, mit blutunterlaufenen Augen aus der Kapuze seines Gangster-Rapperpullis. Das Erfolgsrezept bei diesem Musikstil, ist denkbar einfach: Je schwerer die Verbrechen, desto besser der Rap! Das sieht in einem kurzen Beispiel etwa so aus: Erschiesst der Rapper mit einer abgesägten Schrotflinte seine Oma, bricht ihr die Goldzähne aus, um für den Erlös Crack zu kaufen, ist ihm ein Plattenvertrag so gut wie sicher.
Ich lege die CD in den Player und starte, gleich geht das Geholze los! In einer, für meine Ohren nicht angenehmen Weise dokumentiert der Rapper seine kriminelle Vergangenheit. Die auf der CD berappten Delikte, erstrecken sich vom Hühnerdiebstahl, bis zum Massenmord mit anschließendem Kannibalismus. Auch ist der Autor der Texte sehr darum bemüht, daß in jeder zu rappenden Textzeile, mindestens fünfmal das Wort “Motherfucker” erklingt. Für mich als Vater natürlich nicht einfach, die Frage meiner Tochter zu beantworten, was das Wort bedeutet!

Tschüss, der Maddin!

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